Projekte

Grundriss I +II

Sommerprojekt 1, Go Green Art Gallery, Erlenbach, CH

2021
Ink on paper
64 × 50 cm

Struktur, Arichtektur, Gemälde, Katerina Sedy, Stadtplanung, Psychologie
Struktur, Arichtektur, Gemälde, Katerina Sedy, Stadtplanung, Psychologie

Best decoration

Installationsansicht, In a circle around the corner, Zürich

2021
Öl auf Leinwand
40 × 29.5 cm

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Die Arbeiten Best decoration und Long desrciption wurden unter dem Konzept der Ausstellung In a circle around the corner erstellt.

Mit einem Augenzwinkern waren die Besucherinnen und Künstlerinnen dazu eingeladen ihre Standpunkte in der Betrachtung der Kunst und dem Verständnis was gute Kunst ausmacht, zu hinterfragen. Besteht DIE GUTE Kunst aus Handwerk und Dekoration, oder muss sie aus tiefgründigen Konzepten und komplexen Recherchen bestehen?

Long description

Installationsansicht, In a circle around the corner, Zürich

2021
Papier, Clip-Rahmen
42 × 29.7 cm

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long description
Katerina Sedy
2021

Das Gemälde „best decoration“ ist eine Aufarbeitung eines idealisierten Landschaftsbildes das aus emotional getönten Komponenten und auch aus den Themen die mich in meiner künstlerischen Praxis und meinem Interressensfeld beschäftigen.
Die Aufteilung des Bildes ist nach der Drittel-Regel gemacht. Die Wahl dieser Aufteilung hat einen rein Ästhetischen Grund. Ich habe Ölfarben als Malmittel gewählt, denn sie werden mit der Malerei der alten Meister am ehesten verbunden, so wie auch das Motiv selber. Die Farben sind kontrastreich und sie sollen die Stimmung der Sonne wiedergeben, die die Welt während der Abenddämmerung in ein goldenes Licht hüllt. Der Himmel ist mehrheitlich dramatisch dunkel. Genau bei dieser Art von Himmel erscheinen die Farbtöne der Natur in einer Brillanz die sonst nicht zu Vorschein kommt.
Das Bild könnte ich mit meiner Vorstellungskraft allein so nicht in einer kurzer Zeit umsetzen. Daher habe ich mich für Vorlage entschieden. Auch weil die Ölmalerei viel Zeit in Anspruch nimmt, kann ich mich nicht an einen Ort setzen und malen. Ich habe mit dem Malen des Bildes die Tage zwischen dem siebten und dem 17. Juni 2021 verbracht, jeden Abend und teilweise auch Tagsüber. Das Gemälde ist in ungefähr 55 Stunden entstanden. Die Vorlage habe ich vorher zusammengestellt. Es handelt sich bei der Vorlage nicht um ein Foto, oder reale Landschaft. Es ist eine Collage die ich aus drei Fotos zusammengestellt habe. Der Himmel ist ein Foto, das mein Lebenspartner, von unserem Balkon aus aufgenommen hat. Er Fotografiert den Himmel immer wieder, weil er ihn begeistert. Manchmal wirkt er (der Himmel) tatsächlich surreal. So dass man seinen Augen bei einem solchen Naturschauspiel nicht traut. Mein Lebenspartner Miro hat also eine kleine Sammlung an solchen Fotos über die Jahre in seinem Handy angelegt. Ich wusste das, er schickt sie mir ja, ausser er holt mich gleich ans Fenster. Für den Himmel habe ich ihn daher um seine Favoriten gebeten und anschliessend habe ich einen Himmel ausgewählt, der zu dem Rest des Bildes passt. Ja, den Himmel habe ich zuletzt ausgewählt.
Als erstes habe ich mich mit dem Vordergrund beschäftigt. Nachdem ich im Internet nichts gefunden habe, das meinen Vorstellung entsprochen hat, habe ich mein Handy durchsucht. Ich erinnerte mich vor zwei bis drei Jahren ein Foto, von einem Baum an der Glatt gemacht zu haben. Ich beschäftige mich bevorzugt mit dem Wandel des Glatttals und der urbanen Landschaften, die ich vom Flughafen in Kloten bis Zürich kenne. Daher war es wichtig alle Teile der Vorlagen so zu wählen, dass sie mit diesem Thema des Wandels im Glattal zu tun haben. Ich bin während einer Recherche zur Geschichte von Opfikon, auf die Information gestossen, dass die Glatt abgesenkt und begradigt wurde. Beziehungsweise dass die Ufer erhöht wurden.

Ein Auszug aus dem Neujahrsbaltt 2021 von Opfikon
Erste Korrektur der Glatt
Vor den Korrekturen im 19. Jahrhundert floss die Glatt frei und mäandrierend durchs Glatttal. Dies hatte allerdings oft Überschwemmungen zur Folge, die Schäden anrichteten und auch Krankheiten verbreiteten. Erste Versuche zur Korrektur gab es schon Ende des 16. Jahrhunderts; damals kümmerten sich sogenannte Glattvögte, die von der Stadt Zürich eingesetzt wurden, um die Flussaufsicht. Allerdings waren diese frühen Korrekturen selten erfolgreich. In den Jahren 1807 und 1810 kam es zu grossen Überschwemmungen und es «kamen von allen Seiten her Bittschriften bei der Regierung ein, in welchen der traurige Zustand […] des Thales geschildert» wurde. Deshalb wurde 1812 Hans Conrad Escher, der in den Jahren zuvor die Linth zwischen dem Walensee und Zürichsee in einem Kanal gebändigt hatte, mit einer Korrektionsempfehlung für die Glatt beauftragt. Geplant war, dass die «Korrektion des Glattflusses von seinem Einlauf in den Rhein bis zum Greifensee» durchgeführt werden sollte. Die Finanzierung der Arbeiten wurde allerdings den jeweiligen Gemeinden aufgetragen, was natürlich nicht überall gut ankam. So verweigerten einige Gemeinden die Beteiligung. Bei Glattbrugg wurden Arbeiten zwischen 1825 – 1830 durchgeführt. Doch konnte das Projekt als Ganzes nicht beendet werden; es wurde 1840 schliesslich liquidiert. Einzelne Korrekturen zerstörten folgende Hochwasser gar wieder.

Das Glatttal ist also ein ehemaliges Moor/ Sumpfgebiet. Der Flughafen Kloten wurde auch darauf gebaut und die Überbleibsel davon sind besonders noch im Naturschutzgebiet um den Flughafen ersichtlich.
Die Menschen hatten früher mit Überflutungen zu kämpfen und wohnten daher eher weiter weg vom Fluss. Die Korrekturen gegen das Wasser waren damals einschneiden. Der Fluss hat heute, dank dieser Anpassung an die Menschen, selten etwas natürliches. Das Foto das ich damals bei der Glatt gemacht habe, ist an einem Sommerabend entstanden. Gleich wie Miro bei seinen Himmelsfotos, habe ich mein Handy dazu benutzt. Ich wurde spontan durch die Sonne entzückt, die auf die Blätter des Baumes traf. Sie glitzerten und spielten in verschiedensten Grün und gelb Tönen. Beim durchsuchen des Handys, nach diesem bestimmten Foto, habe ich realisiert wie verzerrt meine Erinnerung ist. Das Fotos ist vor acht Jahren entstanden, nicht vor zwei bis drei Jahren, wie ursprünglich gedacht.
So oder so, der Fluss, das Wasser sind nicht gerade unwichtig und soweit erkannt, ist der aktuelle kanalartige Lauf der Glatt oft nicht reizvoll in ihrem Aussehen. Doch es gibt eine Motivation zum Renaturieren der Glatt.

Hier ist ein Artikel aus dem Stadt Anzeiger vom 8. April 2021
Glattbrugg soll Stadtpark erhalten
Opfikon will aus der kanalisierten Glatt einen Stadtpark machen. Die Uferverbauungen sollen verschwinden und einerseits natürlicher Vegetation, aber auch Zugängen für die Menschen Platz machen. Das Projekt liegt derzeit im Stadthaus auf. Gerade im Mittleren Glatttal, das auch nach dem Willen des Kantons noch mehr Menschen aufnehmen soll, ist Naherholungsraum nötig. Opfikon als typische Agglomerationsgemeinde ist dabei auf drei Seiten zugebaut: östlich liegt Wallisellen, südlich Zürich und nördlich der Flughafen, und der angrenzende Hardwald wird ebenfalls von allen fünf Anrainergemeinden genutzt. Umso wertvoller ist daher die Glatt, die sich quer durch den städtisch geprägten Ortsteil Glattbrugg zieht. Nach mehreren Jahren Überlegen und Planen legt die Stadt Opfikon nun ein Projekt vor, wie aus dem eintönigen Kanal ein Erholungs- und Naturraum werden könnte. Dazu müssen einerseits die Uferverbauungen aus den 1940er-Jahren sowie das unnatürliche Wiesenbord verschwinden. Sie sollen standortgerechten Pflanzen und unterschiedlich steilen Ufern Platz machen. Andererseits sollen Steinstufen zum Wasser, verschiedene Sitz- und Liegegelegenheiten und eine dezente Beleuchtung den Aufenthalt an der Glatt verschönern. Mit breiteren, aber nach wie vor bekiesten Wegen und attraktiven Zugängen von verschiedenen Seiten soll der Stadtpark die grün-blaue Lunge werden. Dabei kann der eigentliche Flusslauf wegen der vielen Bebauungen nicht wesentlich verändert werden, und viele menschliche Einflüsse sind nicht mehr rückgängig zu machen. Ziel ist deshalb ein «hypothetischer, naturnaher Zu-stand», wie er sich einstellen würde, wenn der Mensch das unmittelbare Umfeld des Flusses nicht mehr beeinflussen würde. Die Idee des Stadtparks entstand schon 2012, wo sie im Konzept «Stadtentwicklung 2012+» vorkam. 2013 erfolgten erste Workshops und Konzeptvarianten, 2014 eine erste – hohe – Kostenschätzung. Bis 2016 wurde das Machbare vom Wünschbaren getrennt, 2017 die Projektverantwortlichkeiten geklärt und die Planer gesucht und 2018 das eigentliche Projekt gestartet, welches nun im Stadt-haus aufliegt. Demnach sollen im November 2021 erste Bauarbeiten erfolgen. Die eigentliche Revitalisierung ist ab Februar 2022 vorgesehen, sämtliche Arbeiten bis im Juni 2022 abgeschlossen sein.Kanton und Bund zahlen mitKosten soll das Ganze geschätzte 5,55 Millionen Franken, davon 5,23 fürs Bauen. Der Stadtpark für 3,43 Millionen Franken wird von Opfikon selber geplant und be-zahlt. Die Stadt kommt für die Massnahmen auf, welche in erster Linie der Bevölkerung dienen. Die Revitalisierung für 1,24 Millionen geht auf Kosten des Kan-tons, der dazu verpflichtet ist, aber noch viele ähnliche Baustellen hat. Und nicht zuletzt trägt auch die Eidgenossenschaft einen Teil dazu bei: Zum Radweg «Fil bleu» des Kantonalen Tiefbauamtes (563 000 Franken) richtet der Bund über das Agglomerationsprogramm 35 Prozent Subventionen aus, ebenso zur Revitalisierung. Ferner beteiligt sich der Naturemade-Star-Fonds mit 370 000, der Fonds für Natur und Heimatschutz und Erholung mit 200 000 Franken

Der Mensch freut sich an künstlichen Oberflächen und Strukturen, aber wenn es um den Blick aus dem Fenster, oder die Wahl der Umgebung, um sich zu entspannen, bevorzugen wohl die meisten eine wildere, nicht offensichtlich von Mensch kreierte Umgebung. Die Anziehungskraft ist in etwas das der Körperform und Muskel- oder Hautstruktur näher ist.
Der letzte Teil des Bildes ist der mittlere Teil, der wo man den Fluss sieht. Auf meinem Bild wirkt es eher wie ein Bach. Die Verfälschung der Dimension, ist wie auch andere Abweichungen, gegenüber der Vorlage eine bewusste Entscheidung. Dieser Teil ist aus einem Rendering genommen, das man als Visualisierung einer Renaturierung der Glatt, gemacht hat. Ein Rendering ist etwas, das man immer mehr im Glattal, aber auch in Zürich und anderen europäischen Städten sehen kann. Ich meine damit nicht die Technik als solche, sondern dass die Städte, Siedlungen und wohl auch die Natur noch nach Jahren so aussehen, als wären sie ein Model. Der Mensch ist darin eine zweite Ebene, keine die wirklich mit den Orten verschmilzt. Es stimmt etwas nicht. Sollten doch Wohnorte zum Wohnen für Menschen gebaut sein. Dieses Symptom, des unecht Wirkenden, hat seinen Ursprung in der gebauten Atmosphäre. Eine die sich aus Oberflächen, Material, Struktur/ Anordnung, Licht, Schatten und Akustik zusammen setzt. Deswegen entschied ich mich auch ein Rendering für die Zusammenstellung der Vorlage zu nutzen, weil wie beschrieben diese Art von Ästhetik längst zu unserem Alltag gehört.

Das Gemälde ist auf einer gekauften, auf Rahmen gespannten und grundierten Leinwand gemalt. Der Stil ist kitschig und reisserisch gehalten. Hierbei ging es mir um die Frage „was ist Kunst?“. Soll man Kunst einfach geniessend anschauen können und ist das die Definition von guter Kunst? Gehört Handwerk in die Kunst, oder geht es darum worum es bei der Kunst geht? Ist sie eine Pforte zu neuen Erkenntnissen, ein Spiegel der Zeit und geht sie über „schön“ und „ verstehe ich nicht“ hinaus?
An der Vorlage habe ich ungefähr drei Stunden gearbeitet. ich habe dafür Photoshop, Google und unsere Fotos genutzt. Die Dauer, die ich für das Gemälde insgesamt benötigt habe, ist also etwas über 58 Stunden. Eine der schwierigen Fragen einer beginnenden Künstlerin, ist die Frage nach dem Preis eines Kunstwerkes. Sollte ich den Preis für dieses Bild anhand meines aktuellen Stundenlohnes, den ich bei meiner Teilzeitstelle habe, berechnen, wäre ich bei 1450 Schweizer Franken. Würde ich nach dem Lohn gehen, den ich vor meinem Studium hatte, wäre der Preis, nur für den Arbeitsaufwand 2204 Schweizer Franken. Dazu würde ich noch den Materialpreis rechnen. Man geht in Betrieben beim festlegen einer Lohnhöhe auch von der Berufserfahrung aus. Da in der Kunst sehr viel Arbeitszeit im Kopf statt findet, Zeit die man mit Nachdenken, Planen, Beobachten, Recherchieren, Sammeln von Eindrücken, Erlebnissen, Meinungen und so weiter verbringt, ist meine quasi Berufserfahrung in Jahrzehnten gemessen. Man könnte sagen, dass dies bei jedem Beruf zutreffen würde und das man nicht jeden nur auf Grund des Alters höher entlohnen kann.

Im Fluss

INTO Time Zürich

2021
Folie, Holz
230 × 80 × 80 cm

Say hello to the idyll

Last words from the periphery

2021
Beton, Messing, Stahl, Holz, Moos, Polymer Masse, Draht
200 × 80 × 75 cm

City Camouflage

Installationsansicht, Last words from the periphery

2021
Digitale Collage auf Fotopapier, Foldback Klammern, Stahl, Nylonfaden
295 × 148 cm

The soul behind I +II

2021
Tusche auf Karton
Jeweils 44 × 32 cm (gerahmt)

thesoulbehind2_kl

Verkauft

thesoulbehind1_kl

Concrete Correction

Installationsansicht, INTO, Zürich 2021
Beton, Stahl, Holz, Keramik
130 × 80 × 30 cm

Katerina Sedy
Skulptur
Zürich Weststrasse
Gentrifizierung
Architektur

INTO

Stadt entdecken 2020

Digital, CH 2020

Stadt entdecken, digitale Collage, 120 x 40 cm
Stadt entdecken, digitale Collage, 120 x 40 cm
Stadt entdecken, digitale Collage, 120 x 40 cm
Stadt entdecken, digitale Collage, 120 x 40 cm
Stadt entdecken, digitale Collage, 120 x 40 cm

Flügel

Glattpark, CH 2020
Stahl, Keramik
300 x 150 x 80 cm

Aussicht

Serie von 7 Bildern, 2019
Acryl auf Leinwand
42 x 29.7 cm

Reaktion auf Einflüsse

Sektor, Parkplatz, Zürich, 2019
Stahlrohre, Metallelemente, Geschenkbänder
200 x 160 cm

Cumulus Tennae

Tenna, CH, 2019
Begleitet von Field Recordings von Luca Fäh
LED Licht, Containersäcke, Einlagebeutel, Gartenvlies, Schnur, Pfähle, Audio 5:55
400 x 150 x 200 cm

Serie: Stadtbild, 2018

Stadtbild Tusche auf Leinwand 42 x 29.7 cm
Stadtbild Tusche auf Leinwand 42 x 29.7 cm
Stadtbild Tusche auf Leinwand 42 x 29.7 cm
Schatten und Licht

ZHdK, Zürich, 2018
5 Porzellan- Elemente und Wandhalterung
Porzellan, Glasur, Stahl
200 x 100 cm

Ohne Titel

Chambarak Armenien 2018 Kooperation mit Anna Gevorgyan und Hrachuhi Loretsyan
Wandfarben
500 x 200 cm

Verflechtungen

2018

Weiterleitung zur Seite des Projektes

Blickwinkel



Daylong, ZHdK, Zürich, 2017
Installation aus drei hängenden Libellenflügeln
Material: Stahl, Spitze, Vorhangspitze, Gemüsenetz , Faden, Nylonfaden, Hasenleim, zwei Strahler

500 x 110 x 100 cm

Herr D

2016

Erinnerungen an ein Menschenleben die uns die Besitztümer erzählen .

Fotografien von Objekten und Audio